Bestäubung
Ohne Bienen bleibt der Obstbaum leer
Ein großer Teil unserer Obst- und Gemüsepflanzen ist darauf angewiesen, dass Insekten den Pollen von Blüte zu Blüte tragen. Gut bestäubte Früchte werden größer, gleichmäßiger und zahlreicher.
Honigbienen sind dabei besonders wertvoll: Ein Volk überwintert und ist schon zur Kirsch- und Apfelblüte mit Tausenden Sammlerinnen unterwegs, wenn viele andere Insekten erst erwachen. Und weil eine Biene auf einem Flug bei einer Pflanzenart bleibt, landet der Pollen dort, wo er gebraucht wird. Wildbienen, Hummeln und Schwebfliegen ergänzen sie – gemeinsam sorgen sie für volle Gärten.
Im Garten profitieren zum Beispiel
- Apfel, Birne, Kirsche, Pflaume
- Erdbeere, Himbeere, Johannisbeere
- Kürbis, Zucchini, Gurke
Sie können helfen: Blühendes vom Frühjahr bis in den Herbst, eine flache Wasserstelle und der Verzicht auf Insektizide machen Ihren Garten zu einem guten Ort für alle Bestäuber.
Seit 1977 in Deutschland
Varroamilbe
Varroa destructor
Die Milbe vermehrt sich in der verdeckelten Brut, schwächt Larven und Bienen und überträgt Viren, etwa das Flügeldeformationsvirus. Ohne Behandlung bricht ein Volk meist innerhalb von zwei bis drei Jahren zusammen.
Deshalb kontrollieren wir den Befall regelmäßig und behandeln nach der Honigernte und im Winter, zum Beispiel mit Ameisen- und Oxalsäure. Im Verein tauschen wir uns dazu aus.
Neu – in ganz NRW verbreitet
Asiatische Hornisse
Vespa velutina
Sie wurde 2004 nach Frankreich eingeschleppt und breitet sich seither aus. Vor den Bienenstöcken fängt sie heimkehrende Bienen im Flug ab. Die Völker trauen sich kaum noch hinaus und gehen geschwächt in den Winter.
So erkennen Sie sie: etwas kleiner und deutlich dunkler als unsere heimische Hornisse, Hinterleib fast schwarz mit einem gelb-orangen Ring, Beine an den Enden gelb. Große Nester hängen ab dem Sommer oft hoch in Baumkronen.
Bitte Nester nicht selbst entfernen – die heimische Hornisse ist geschützt und leicht zu verwechseln. Sichtungen mit Foto und Fundort melden Sie im Neobiota-Portal NRW oder bei uns.
Noch nicht in der EU
Tropilaelaps-Milbe
Tropilaelaps mercedesae
Ein noch gefährlicherer Verwandter der Varroamilbe: Sie vermehrt sich schneller und schädigt die Brut stark. Seit 2021 ist sie in der östlichen Schwarzmeerregion nachgewiesen, im August 2026 erstmals in der Türkei.
In Deutschland ist ein Befall anzeigepflichtig. Eingeschleppt wird sie vor allem mit Bienen und Königinnen aus dem Handel – ein guter Grund, Bienen aus der Region zu beziehen und auffällige Brut ernst zu nehmen.